Start · Ratgeber · Beschlussantrag Klimaanlage: Muster 2026

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Unten steht ein vollständiger Beschlusstext zum Abschreiben: Tenor mit technischen Höchstwerten und acht Auflagen von der Ausführung bis zum Rückbau. Danach steht, welche der markierten Angaben Sie zwingend durch Ihre eigenen ersetzen müssen und woher jeder Wert kommt. Der Beitrag ist allgemeine Information und bewertet Ihren Einzelfall nicht.
Allgemeine Information: Dieser Ratgeber beschreibt typische Dokumente und Abläufe. Er bewertet weder Ihren Einzelfall noch Fristen, Ansprüche, Erfolgsaussichten oder die Wirkung Ihrer Gemeinschaftsordnung. Dafür ist individuelle rechtliche Beratung erforderlich.
Der folgende Text ist ein abstimmungsfähiger Beschlussvorschlag mit fiktiven Werten. Hervorgehoben sind die Angaben, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen müssen; die Tabelle im nächsten Abschnitt sagt, woher jede davon kommt.
Beschlussvorschlag zu einer baulichen Veränderung (§ 20 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 WEG)
Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer gestattet [Vorname Name], Eigentümer:in der Sondereigentumseinheit Nr. [Nr. nach Teilungserklärung], gemäß § 20 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 WEG die Installation einer Split-Klimaanlage, deren Außengerät die folgenden Höchstwerte einhält:
Jedes Gerät, das diese Werte einhält, ist von diesem Beschluss gedeckt; einer erneuten Beschlussfassung bedarf es dafür nicht.
Es gelten die folgenden Bedingungen und Auflagen:
Anlagen: Herstellerdatenblatt des Außengeräts, Fotomontage des Montageorts, Schallprognose. [Bei geschützten Gebäuden zusätzlich als aufschiebende Bedingung: Die Gestattung steht unter der Bedingung, dass vor Ausführung eine etwaig erforderliche denkmalschutzrechtliche Genehmigung oder eine schriftliche Bestätigung der zuständigen Behörde, dass es keiner bedarf, vorgelegt wird.]
Der Text ist bewusst ein Beschluss und kein Brief: Er beginnt mit „Die Gemeinschaft … gestattet“, nicht mit „Ich bitte darum“. Abgestimmt wird über einen Satz, der eine Gestattung ausspricht – alles andere zwingt die Versammlung, den Beschluss selbst zu formulieren, und das tut sie in der Regel nicht.
Ein Muster wird nicht dadurch zum Antrag, dass man es ausdruckt. Diese acht Angaben entscheiden darüber, ob die Versammlung über Ihr Vorhaben abstimmt oder über „Klimaanlagen im Haus“:
| Platzhalter | Woher der Wert kommt | Wenn er im Text bleibt |
|---|---|---|
| Name und Einheit | Nummer der Sondereigentumseinheit nach Teilungserklärung und Aufteilungsplan – nicht die Nummer am Klingelschild | Der Beschluss bezeichnet nicht eindeutig, wem gestattet wird |
| Abmessungen | Herstellerdatenblatt des Außengeräts, aufgerundet auf ein Höchstmaß | Die Fassadenwirkung ist unbestimmt; die Fotomontage zeigt etwas anderes, als der Text erlaubt |
| Schallleistungspegel | Datenblatt, Angabe als LWA in dB(A) – nicht der Schalldruck in 1 m Abstand, der kleiner ausfällt und eine andere Größe ist | „Das Gerät ist leise“ ist kein Beschlussinhalt. Gefragt wird nach dem Pegel am Nachbarfenster – Schallprognose |
| Standort | Balkonwand, Balkonboden, Fassade oder Hof, jeweils mit Ausrichtung sowie Abstand und Höhenversatz zum nächstgelegenen fremden Fenster | „An der Außenwand“ deckt jede Wand des Hauses; eine uferlose Gestattung wird abgelehnt |
| Leitungsweg | Kernbohrung mit Durchmesser oder Führung durch den Balkontürrahmen ohne Eingriff in die Fassade | Der Fassadendurchbruch bleibt der offene Punkt, an dem Gemeinschaften zögern – Balkon in der WEG |
| Nachtzeitfenster | Wortlaut der eigenen Hausordnung; fehlt er dort, ist 22:00–07:00 Uhr als eigene Betriebsbeschränkung des Beschlusses üblich | Der Auflagenkatalog verspricht Rücksicht, ohne sie messbar zu machen |
| Kondensatweg | Balkonablauf mit Wanne, Kondensatpumpe zum wohnungsinternen Abwasser oder Auffangbehälter mit Abschaltautomatik | Die Frage „tropft das auf meinen Balkon?“ bleibt unbeantwortet |
| Optik | Weiß/Hellgrau oder Verkleidung in Fassadenfarbe, dieselbe Angabe in Tenor und Auflage | Tenor und Auflage widersprechen sich, und die Verwaltung fragt, welcher Text gilt |
Viele Muster lassen die Versammlung ein konkretes Modell genehmigen. Das ist verständlich und praktisch heikel: Wird das Modell eingestellt, liefert der Großhandel die Nachfolgeserie, oder der Fachbetrieb führt eine andere Marke, dann ist die Gestattung für das gelieferte Gerät nicht mehr gedeckt – und der Vorgang beginnt bei der nächsten Versammlung von vorn.
Der Text oben beschreibt deshalb Eigenschaften statt eines Typenschilds: Höchstmaße, Höchstpegel für Normal- und Nachtbetrieb, Ausführung und Position. Was die Gemeinschaft interessiert – Größe, Lautstärke, Aussehen, Ort – ist damit vollständig begrenzt, während die Gerätewahl beweglich bleibt. Das konkrete Gerät gehört in die Anlage: Datenblatt und Fotomontage zeigen ein Beispielgerät im beantragten Höchstmaß, also die größte gedeckte Ausführung, nicht die kleinste.
Wer das umgekehrt macht, verhandelt in der Versammlung über ein Produkt. Wer Höchstwerte beantragt, verhandelt über Grenzen – und Grenzen kann eine Versammlung beschließen.
Ein Beschlussantrag ist kein Brief und keine Bitte. Er ist der Text, über den abgestimmt wird – und der später als protokollierter Wortlaut die Grundlage dafür bildet, was Sie tatsächlich einbauen dürfen. Er muss deshalb aus sich heraus verständlich sein, auch für jemanden, der Ihre Wohnung nie gesehen hat.
Ein brauchbarer Antrag beantwortet vier Fragen, ohne dass jemand nachfragen muss: Wer baut was wo ein, und unter welchen Bedingungen? Der Aufbau folgt daraus:
Punkt 4 wird in Mustern oft unterschätzt. Er ist aber der Teil, der Zustimmung erst möglich macht: Ein Auflagenkatalog begrenzt, worüber abgestimmt wird. Ohne ihn stimmt die Versammlung gefühlt über „Klimaanlagen im Haus“ ab statt über Ihr Gerät an Ihrer Wand.
Ein Musterformular liefert die Gliederung, eine brauchbare Formulierung des Beschlusstenors und eine Erinnerung daran, welche Punkte hineingehören. Das ist mehr als nichts, und für eine kleine Gemeinschaft mit kurzem Dienstweg reicht es manchmal.
Was in einem Muster naturgemäß nicht steht, sind die Angaben, die Ihre Nachbarn interessieren:
| Frage in der Versammlung | Muster | Antragspaket |
|---|---|---|
| Wie laut wird das Gerät am Nachbarfenster? | Platzhalter | Schallprognose mit Rechenweg für Ihren Montageort |
| Wie sieht die Fassade danach aus? | – | Maßstabsgerechte Fotomontage Ihrer Fassade |
| Was sagt unsere Teilungserklärung dazu? | – | Fundstellendokumentation mit Wortlaut und Seitenzahl |
| Welches Zeitfenster gilt als Nachtruhe? | Allgemeiner Textbaustein | Zeitangabe aus Ihrer Hausordnung, sofern dort gefunden |
| Kommt der Antrag rechtzeitig auf die Tagesordnung? | Selbst zu organisieren | Anschreiben und nachweisbarer Versand an die Verwaltung |
Der Unterschied ist keiner der Textqualität, sondern einer der Datenlage. Ein Muster kann Ihre Fassade nicht kennen.
Unser öffentliches Muster-PDF verwendet ausschließlich fiktive Daten, beginnt mit einem erklärenden Anschreiben und trägt auf jeder Seite die Kennzeichnung „MUSTER“. Es zeigt die Struktur, nicht Ihren Fall.
Die Kundenfassung entsteht mit denselben Dokumentgeneratoren, aber aus Ihren Eingaben: Ihr Gerät, Ihr Montageort, Ihre Abstände, Ihre Fassadenfotos, Ihre Unterlagen. Die acht Platzhalter oben sind dort keine Lücken mehr, sondern Werte mit Herkunft – Datenblatt, Messung, Hausordnung, Teilungserklärung. Deshalb ist sie kein Formular mit ausgefüllten Platzhaltern, sondern ein Paket, dessen Anlagen die Angaben belegen.
Weiter: Wie konkret ein Beschlussantrag sein muss, Klimaanlage auf dem Balkon, Ablauf der Genehmigung in der WEG. Gesetzestext: § 20 WEG.
Der vollständige Text steht oben auf dieser Seite: Tenor mit Höchstwerten für Abmessungen, Schallleistungspegel, Optik und Position, dazu acht Auflagen zu Ausführung, Standort, Schallschutz, Kondensat, Optik, Kosten, Haftung und Rückbau. Die markierten Angaben müssen durch die Werte des eigenen Vorhabens ersetzt werden.
Ja – der Text auf dieser Seite ist frei verwendbar, und weitere Anbieter stellen Mustertexte bereit. Was ein Muster nicht mitbringen kann, sind die Angaben zu Ihrem Gerät, Ihrem Montageort und Ihrer Fassade; genau danach wird in der Versammlung gefragt.
Ein Muster ist ein Anschauungsbeispiel mit fiktiven Daten. Platzhalter und technische Annahmen passen nicht automatisch zu einem anderen Vorhaben und müssen ersetzt werden; die Tabelle oben nennt die acht Stellen, an denen das zwingend ist.
Üblich und praktikabel sind Höchstwerte: Abmessungen, Schallleistungspegel für Normal- und Nachtbetrieb, Farbe und Position. Ein namentlich genehmigtes Modell bindet den Beschluss an eine Lieferbarkeit, die niemand garantieren kann. Ob eine Gemeinschaft es anders handhaben möchte, ist ihre Entscheidung.
Muster bilden standardisierte Textbausteine ab. Eine individuelle rechtliche Prüfung oder Freigabe ist darin nicht enthalten – auch nicht in unserem.
Die enthaltenen Produktdokumente stammen aus derselben Produktionspipeline. Nur Erklärseite, fiktive Eingaben und die MUSTER-Kennzeichnung sind musterspezifisch.
Üblich sind Fachbetrieb, fachgerechte Abdichtung der Durchführung, Optik und Farbgebung, Kondensatführung, ein Betriebsmodus für die Nachtstunden, Wartung, Kostentragung und Rückbau. Ob diese Punkte im Einzelfall genügen, bewerten wir nicht.
Antragspaket mit Anlagen, Anleitung für Eigentümer:innen und Fundstellendokumentation - zusammen mit dem Versand an die Verwaltung.
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Schallprognosen sind Orientierungsrechnungen in Anlehnung an TA Lärm, keine Sachverständigengutachten.